Pioniere der Imkerei - Imkerverein Hohes Fichtelgebirge

Imkerverein Hohes Fichtelgebirge   -
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Pioniere der Imkerei

 


Nachfolgend finden Sie eine Auswahl von Personen,
die mit ihren Erfindungen, Entwicklungen bzw. Erforschungen
maßgeblich an der Entwicklung der modernen Imkerei beteiligt waren.


 

Berlepsch, August Freiherr von

  • geb.: 28. Juni 1815 auf Schloss Seebach in Thüringen

  • genannt der „Bienenbaron"

  • führte die beweglichen Rähmchen („mobiler Wabenbau") ein, was die Grundlage der mo- dernen Imkerei überhaupt war

  • veröffentlichte mehrere, für seine Zeit fundamentale Lehrbücher

  • gest.: 17. September 1877 in München



 

Dadant, Charles

  • geb.: 20. Mai 1817 in Vaux/Champagne

  • verbesserte die bereits bestehende Maga- zinbeute von Langstroth und verbreitete sie unter dem Namen „Dadantbeute" weltweit

  • noch heute der weltweit meist benutzte Beutentyp

  • ab 1872 importierte er in großem Stil italienische  Bienenköniginnen in die USA und wurde so zu dem Begründer einer großen Dynastie von Imkern und Bienen- händlern

  • gest.: 26. Juli 1902 Hamilton (Illinois/USA)



 

Freudenstein, Heinrich

  • geb.: 1. Februar 1863 Maden, Kreis Fritzlar

  • erkannte, dass Bienen auf Zucker besser überwintern anstatt wie damals üblich auf Honig

  • zu seiner Zeit von vielen Imkern angefeindet, gab er ab 1902 seine eigene Zeitschrift („Neue Bienenzeitung") heraus

  • nach ihm wurde das „Freudenstein Rähmchen" benannt, das mit seinen kleinen Maßen ideal für Hinterbehandlungsbeuten war

  • gest.: 15. Februar 1935 in Marburg



 

von Frisch, Karl

  • geb.: 20. November 1886 in Wien

  • Professor für Zoologie in München

  • einer der bedeutendsten deutschsprachigen Verhaltensforscher

  • im Zentrum seines Schaffens stand die Erforschung der Sinneswahrnehmungen der Honigbiene und die Art und Weise der Verständigung dieser Tiere untereinander

  • erhielt für seine Arbeiten 1973 den Nobelpreis, zu gleichen Teilen mit Konrad Lorenz und Nikolaas Tinbergen

  • gest.: 12. Juni 1982 in  München



 

De Hruschka, Francesco

  • geb.: 1813 in Wien

  • gilt als der Erfinder der Honigschleuder

  • er machte die Erfindung in Venedig

  • 1865 stellte er das Gerät bei einer Wander- versammlung der Imker in Brünn unter seinem Firmennamen Angelo Lessane vor

  • seine Erkenntnis was, dass "Honig von einem Kamm (= Wabe) mit zentrifugalen Kräften entfernt werden könnte"

  • gest.: 1888 in Venedig



 

Henne, Robert

  • geb.: 21. August 1919 in Heisebeck

  • wird im Alter von 50 Jahren zum Berufsimker

  • Leiter der Belegstelle "Holzapetal"

  • entwickelte in den 90er Jahren den "offenen Kunstschwarm", der in den Folgejahren von zahlreichen Instituten übernommen und leicht verändert als "ihre eigene Errungenschaft" publiziert wurde

  • erhält die Ehrennadel des D.I.B in Silber (1976) und in Gold (1980), den Ehren- brief des Landes Hessen (1995) und die Urkunde für 50 Jahre Mitgliedschaft im D.I.B. (2000)



 

Kehrle, Karl („Bruder Adam")

  • geb.: 3. August 1898 in Biberach an der Riß

  • leitete eine Berufsimkerei mit 400 Völkern

  • züchtete in der Klosterimkerei von Buckfast Abbey (Südengland) in langwieriger Arbeit eine neue Bienenrasse, die Buckfast-Biene

  • sein neuer Ansatz lautete: weg von der Linienzucht und hin zur Kombinationszucht

  • er erhielt die Ehrendoktorwürde von Exeter und Uppsala

  • seine Biene wird heute weiter weltweit erfolgreich gezüchtet und seine Betriebsweise von Erwerbsimkern angewendet

  • damals wie heute hatte/hat er in Imkerkreisen erbitterte Gegner

  • gest.: 1. September 1996 in Buckfast Abbey, Devon



 

Kuntzsch, Carl Max

  • geb.: 16. Februar 1851 in Gohlis bei Leipzig

  • entwickelte die seinerzeit weit verbreitete Beute "Kuntzsch-Zwilling" und normierte das Wabenmaß „Kuntzsch-Breitwabe" in den Abmessungen 33 x 25 cm

  • sein Ratgeberbuch „Imkerfragen" galt über Jahrzehnte als führendes Fachbuch und erschien in zahlreichen Auflagen

  • gest.: 20. November 1919 in Potsdam



 

Langstroth, Lorenzo Lorrain

  • geb.:  25. Dezember  1810 in Philadelphia (Pennsylvania/USA)

  • der Pastor widmete sich besonders der Weiterentwicklung des Beutenbaus und veröffentlichte eine Reihe von Imkerbüchern

  • 1851 entdeckte er den Bienenabstand (engl.: bee space) von 8mm +/- 2mm, ein Idealmaß des Abstands zwischen Waben und Beuten- wand, mit dem sich Verbauungen weitgehend verhindern lassen

  • 1853 stellte er einen später nach ihm benannten modularen Beutentyp vor, der als Urform der modernen Magazin-Beute gilt und sich in Amerika rasch durchsetzte

  • gest.: 6. Oktober 1895 in Dayton (Ohio/USA)



 

Pfefferle, Karl

  • geb.:  29. März 1918 in Münstertal/Baden

  • gilt als Pionier der Magazinimkerei

  • sein Werk "Unser Imkern mit dem Magazin" erhielt 1979 und 1983 Goldmedaillen bei der APIMONDIA

  • er war Hauptinitiator und Motor des Bienenkundemuseums Münstertal, dem größten Bienenkundemuseum Europas

  • gest.: 24. Oktober 2009 in Münstertal



 

Sklenar, Guido

  • geb.:  15. Juni 1871 in Albona (Istrien/Jugoslawien)

  • Lehrer und Ökonomierat

  • baute sich ab 1890 aus dem Vermächtnis seines Schwiegervaters einen Bienenstand auf, wobei ihm das Volk „47" sofort als sehr ruhig und ertragsstark ins Auge fiel

  • aus diesem „Stamm 47" entstand die Carnica-Linie, die sich (bis heute) in ganz Europa verbreitete

  • 1923 schrieb er sein Hauptwerk „Imkerpraxis", das in vielen Auflagen noch heute als Standardlehrbuch verbreitet ist

  • gest.: 25. Mai 1953 in Mistelbach/Österreich



 

Zander, Enoch

  • geb.: 19. Juni 1873 in  Zirzow / Mecklenburg

  • 1909 entdeckte er den Nosema-Erreger

  • entwickelte die Zanderbeute mit den Zander-Rähmchenmaß von 42 x 22 cm, das sich heute v.a. in Süddeutschland größter Beliebtheit erfreut

  • langjähriger Leiter der Bayerischen Landesanstalt für Bienenkunde

  • gest.: 1957 in  Erlangen

 
 
 
 
 
 
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