Pollen - Imkerverein Hohes Fichtelgebirge

Imkerverein Hohes Fichtelgebirge   -
Landesverband bayerischer Imker
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Pollen

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Die Biene benötigt die Pollen als Eiweiß- lieferant zur Aufzucht der Brut. Pollen (also Blütenstaub) sind die männlichen Keimzellen der Blütenpflanzen. Sie sind sehr klein.
Um sie genau zu betrachten ist ein Mikros- kop notwendig. Dabei zeigt sich, dass jede Pflanzenart ein ganz typisches, in Form und Farbe unverwechselbares Pollenkorn besitzt.

 

Da auch im Honig immer Pollenkörner gefunden werden, kann man mittels Pollenanalyse sowohl die Honigsorte als auch dessen Herkunft bestimmen.

 

Beim Blütenbesuch bleiben die Pollenkörner im Haarkleid der Biene hängen. Im Flug bürstet sie sich die Pollenkörner in die Pollenkörbchen an ihren Hinterbeinen, so entstehen die typischen "Pollenhöschen".

 


Pollen enthält alle Stoffe, die der menschliche Organismus zum Leben
braucht: Eiweiß, Fett, Kohlehydrate. Daneben finden sich noch Vitamine,
Spurenelemente, Aromastoffe sowie Substanzen mit antibiotischer Wir-
kung im Pollen. Er ist deshalb als Ergänzungsnahrung sehr zu empfehlen.

 

Die Gewinnung und Verarbeitung von Pollen ist zeit- und arbeitsaufwändig. Dabei werden Pollenfallen direkt vor den Fluglöchern ange- bracht. Um in den Bienenstock zu gelangen, müssen die Bienen durch enge Löcher schlüpfen. Dabei streifen sie ihre "Pollen- höschen" ab. Da der frisch eingetragene Pollen wegen seines hohen Wassergehalts sehr schnell verdirbt, muss er noch am selben Tag getrocknet werden.

 


Viele Imker müssen weiterhin auf eine intensive Pollenernte verzichten, weil unsere Natur weitgehend "ausgeräumt" und somit das Pollenangebot für unsere Bienen- völker sehr spärlich ist. Durch eine Wegnahme des Pollens würde die Entwicklung unserer Bienenvölker unter Umständen stark gebremst. Diese Schwächung der Bienenvölker können Imker nur in Kauf nehmen, wenn sie ihre Bienen in einem reichlich Pollen lieferndem oder klimatisch begünstigten Umfeld stehen haben.

 

Die ersten pollenliefernden Pflanzen im Frühjahr sind Haselnuss, Erlen und Weiden, gefolgt von Kornelkirsche, Seidelbast und Zaubernuss. Diese ersten Nahrungsquellen sind für unsere Bienen extrem wichtig, ja sogar überlebenswichtig. Fehlen sie, können die durch den Winter stark dezimierten Völker ihre diesjährige Brut nicht aufziehen. Dies kann durchaus den Verlust der Bienenvölker zur Folge haben. Damit würde dann auch die Bestäubungsleistung dieser Bienen in diesem Gebiet entfallen.

 
 

Erle

Haselnuss

Salweide

 


Wir Imker bitten Sie daher besonders, die ersten Blütensträucher im Frühjahr nicht zu "plündern", sondern ganz bewusst nur einige wenige Zweige für die Wohnung oder den Hausflur zu schneiden. Vielleicht stecken Sie auch einen der Zweige in Ihrem Garten einfach in den Boden. Normalerweise wurzeln diese "Stecklinge im Frühjahr sehr gut. Die Natur und die Bienen danken es ihnen.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
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